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08.11.2011 RU

Merkel, Medvedev und Co. geben Gas

Alle drehen - symbolisch - am Rad
Alle drehen - symbolisch - am Rad

Quelle: Nord Stream
(nov-ost.info) Hochrangige Vertreter aus Politik und Wirtschaft haben am Dienstag in Lubmin den ersten Strang der Ostseegaspipeline Nord Stream feierlich in Betrieb genommen.

Laut Pressemitteilung des Nord-Stream-Konsortiums nahmen an der Zeremonie u.a. die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Russlands Präsident Dmitrij Medvedev, der französische Regierungschef François Fillon, der niederländische Premier Mark Rutte und EU-Energiekommissar Günther Oettinger sowie Vertreter der an dem Konsortium beteiligten Konzerne teil.

Nord-Stream-Vorstandschef Matthias Warnig erklärte: "Mit der Nord Stream-Pipeline eröffnet sich eine sichere, moderne und zuverlässige Route für Erdgaslieferungen aus Russland in die Europäische Union. Bestehende Transitrouten durch die Ukraine und Weißrussland werden so sinnvoll ergänzt."

Die Pipeline, mit deren Verlegung Anfang April 2010 begonnen wurde, führt über insgesamt 1.224 km von der russischen Küste bei Vyborg über den Grund der Ostsee nach Lubmin bei Greifswald in Vorpommern. Dort wird das Erdgas aus Lagerstätten in Westsibirien über die weiterführenden Leitungen OPAL und NEL in das europäische Fernleitungsnetz eingespeist. Die Leitung verfügt mit dem ersten Strang zunächst über eine Transportkapazität von 27,5 Mrd. m³ Erdgas pro Jahr, nach der für 2012 geplanten Inbetriebnahme des zweiten Strangs steigt die Jahreskapazität auf 55 Mrd. m³ Erdgas.

Die Gesamtkosten für den Bau der Pipeline belaufen sich auf rund 7,4 Mrd. EUR und werden laut Pressemitteilung zu 30% durch Eigenkapital der Konsortialpartner und zu 70% über Kredite aufgebracht. An der Finanzierung des Projekts sind insgesamt etwa 30 Banken beteiligt.

Das Konsortium Nord Stream wird zu 51% von dem staatlichen russischen Gaskonzern GazProm kontrolliert, mit jeweils 15,5% sind die deutschen Projektpartner E.ON Ruhrgas und BASF/Wintershall beteiligt, jeweils 9% halten das niederländische Gasinfrastrukturunternehmen Gasunie und der französische Energiekonzern GDF Suez.

Vgl. auch:
Nord Stream wird mit Gas befüllt, South Stream erwartet neue Aktionäre

Autor: Sven Otto
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